Der Irma-West-Hain wächst

Die Werkrealschule und der Forstbetrieb pflanzen die Bäume 72 bis 74

Wenn Förster Rainer Wiesenberger Schülern erklärt, wie man ordentlich mit einer Schaufel zu Werke geht, dann steht die alljährliche Baumpflanzung im Irma-West-Hain entlang der Straße zwischen Eisweiher und Lindich an. Diese Woche sind die Bäume Nr. 72 bis 74 gepflanzt worden, alle zur Erinnerung an verstorbene Ehemänner. Freud und Leid finden im Irma-West-Hain seit 19 Jahren ihren Ort, und seit 19 Jahren setzt die Werkrealschule gemeinsam mit dem städtischen Forstbetrieb die Baumpflanzung in ein bemerkenswertes Spektakel um.

Innerhalb von 6 Wochen seit Schulbeginn haben die Werkrealschüler und ihre Lehrer richtig Gas gegeben und erstaunliche Beiträge eingeübt: ein Mundharmonikaorchester der beiden fünften Klassen gab “Frère Jacques” zum Besten, die Klasse 5b rezitierte exakt im Chor “Das Samenkorn”, ein Gedicht von Joachim Ringelnatz. Ebenso konnte Schulleiterin Ursula Schön das Kooperationsprojekt mit der Streuobstinitiative Breite vorstellen: der Apfelsaft wurde vor Ort produziert. Der “Naturtag” passt exakt in die neuesten Lehrpläne für die Werkrealschulen, die eine “Bildung für nachhaltige Entwicklung” vorsehen.
Nach dem Einpflanzen der Bäume spendierte die Irma-West –Gemeinschaft e.V., vertreten durch Vorstandsmitglied Klaus-Peter Walter, noch Würstchen zum Grillen. Was den Jubel der Schüler noch vergrößerte war die Ansage, dass auch Ketchup vorgehalten wird. Zubereitet und verzehrt wurde der Imbiss an der Feuerstelle neben der Schutzhütte Martinsberg, die momentan saniert wird.

Der Irma-West-Hain erinnert an die Gründung des Irma-West-Kinder- und Heimatfestes, das der nach Amerika ausgewanderte Hechinger Fred West zur Erinnerung an seine früh verstorbene Tochter Irma stiftete.