Stratosphärenflug - wie geht die Reise weiter?

Rückblick: Im Jahr 2019 startet das Ganze mit einer Idee. Ein Flug in die Stratosphäre gestartet in Hechingen vom Festplatz am Kinderfestsonntag. Schnell wurde klar, viel Aufwand für ein 30 minütiges Ereignis. Ballon aufblasen, starten und weg ist er. Wie können wir die Kinder in das Ganze einbeziehen? Elementarer Bestandteil des Kinderfestes (Festhandlung und Umzug) sind die Schüler und Schülerinnen unserer Hechinger Schulen. Wie können wir Begeisterung und Neugier für so ein Projekt schaffen und den Schulen auch etwas zurück geben? Die ursprüngliche Idee wurde erweitert, der Flug auf 2020 festgelegt um mehr Zeit für die Einbindung der Schulen und die Vorbereitung zu haben.

Im Herbst 2019 starteten wir die wöchentliche Begleitung der Forscher AG am Gymnasium Hechingen. Mit Arduino Bausätzen wurde der Aufbau von Schaltungen und die Programmierung vermittelt. Das gesetzte Ziel: Die Sensorik der Technik zu verstehen, die bei einem Stratosphärenflug an Bord der Sonde ist. Woche für Woche wurde daran gearbeitet. Temperatur-, Luftfeuchtigkeits-, Beschleunigungssensor, usw..

Anfang 2020 besuchten wir an zwei Abenden mit knapp 100 Schülern die Sternwarte Zollernalb. Eine Einführung in das Thema und lehrreiche Information über das All wurden vermittelt und anschließend durfte durchs Teleskop der Mond betrachtet werden.

Termine für Unterrichtseinheiten an den verschiedensten Schulen in Hechingen waren festgelegt, 6 Busse ins Planetarium wurden gebucht. Annähernd 300 Eintrittskarten für die 3. und 4. Klassen der Grundschulen wurden reserviert. Begleitpersonen organisiert. Eine Ausstellung mit Bastelarbeiten der Grundschule im Hohenzollerischen Landesmuseum vorbereitet. Ein Ideenwettbewerb für Experimente in der Stratosphäre gestartet.

Und dann kam die harte Unterbrechung im April 2020. Kein Ausflug ins Planetarium, keine Bastelprojekte der Grundschüler (da alle zu Hause). Keine Forscher AG mehr und kein Unterrichtsbesuch. Absagen, verschieben und umplanen.

Ausblick (wir freuen uns): Die Chancen nutzen und neu auf 2021 planen und vorbereiten. Was wäre möglich, was ist möglich. Mit einem minimale Plan starten um ggf. mehr draus machen zu können. Im April 2021 den Mut haben etwas zu planen. Der Stratosphärenflug als Auftakt in normalere Zeiten oder ein Gefühl von normalen Zeiten?

Die Grundschüler basteln seit Ostern wieder an ihren Ausstellungsstücken. Diese werden im Herbst 2021 das Landesmuseum in Hechingen bereichern. Die Ausfahrten ins Planetarium sind auf Frühjahr 2022 datiert und hoffentlich ist auch ein forschen mit der Forscher AG am Gymnasium wieder möglich und 2022 ein gemeinsames Irma-West-Kinder- und Heimatfest Hechingen.

 

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Verlauf der Experimente während des Flugs (update)

An Bord eines Stratosphärenflugs muss immer ein Schokokuss sein. Dieser zeigt auf eindrücklichste Weise die Veränderung des Luftdrucks beim Aufstieg. Die Gans im Becher, 1/3 mit Wasser gefüllt, zeigt die Veränderung der Temperatur. Zuerst beschlagene Scheiben durch die Sonne und dann kalte Füße bei minus 48, 2 Grad. Der Karottensaft im linken Reagenzglas war nach überstandener Landung deutlich erblasst. Die UV-Strahlung hinterlässt hier ihre Spuren. Das Chlorophyll im rechten Reagenzglas kann bei optimalen Bedingungen zum leuchten kommen (was wir nicht geschafft haben). Die Sensoren an Bord liefern uns Informationen über diverse Umweltbedingungen (Druck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, UV-Strahlung, usw.). Vollständig gescheitert ist die Aufzeichnung der GSP-Daten über den Streckenverlauf und die Höhen. Hier haben wir leider keine korrekten Daten erhalten. Weil wir aber den geringsten Luftdruck (5,4 hPa) wissen, können wir annehmen, dass wir eine maximale Höhe von rund 35.000 m bis 40.000 m erreicht haben. Berechnen lässt sich dies (leider nicht so genau) durch die barometrische oder internationale Höhenformel.

Eckdaten des Flugs: Start: 11:35 Uhr | Landung: 14:08 Uhr | Flugdauer: 2 h 33 min | Aufstieg: 1 h 59 min | Sinkflug dauerte: 34 min

Die Datei des Datenloggers ist hier zu finden: hier klicken

Wie sich die Experimente im Verlauf des Flugs verhalten haben ist hier zu sehen: hier klicken

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Bilder vom Aufstieg und Abstieg des Ballons

Eindruckvolle Bilder und Videoaufnahmen bescherten uns die drei Kameras an Bord der Sonde. Eine horizontal ausgerichtete Kamera mit Blick auf die Experimente. Eine weitere, hochauflösende Kamera in die andere Richtung mit Blick auf das Logo der Stadt Hechingen. Die dritte Kamera senkrecht nach unten gerichtet für Aufnahmen aus der Vogelperspektive.

Luftbilder, direkt nach dem Start, gibt es hier: hier klicken

Bilder, aus der höchsten Höhe des Fluges, gibt es hier: hier klicken

Der Ballon platzt und schüttelt die Sonde kräftig durch. Bilder gibt es hier: hier klicken

Den Bodensee, eindeutig erkennbar, gibt es hier: hier klicken

Den Sinkflug und die harte Landung gibt es hier: hier klicken

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Bilder rund um den Start des Stratosphärenballons

Am Montag, den 19. Juli 2021 startete nach langer Vorbereitung und Planung der erste Stratosphärenflug in Hechingen. Unter dem Motto "Irma West hebt ab!" erfolgte der Start im Innenhof der Grundschule Hechingen. Ursprünglich geplant für einen Start vom Festplatz mit den Schülern- und Schülerinnen der Hechinger Schulen, wurde C-bedingt die Grundschule zum neuen Startort. Alle Klassenzimmer hatten dort einen Blick auf den Innenhof, so dass alle Kinder von den Fenstern aus den Start verfolgen konnten.

Bilder, rund um den Start des Fluges, gibt es hier: hier klicken

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Start des Stratosphärenballons

Pünktlich um 11:30 Uhr ist unser Stratosphärenballon auf dem Schulhof der Grundschule in Hechingen gestartet und um 14:16 Uhr in Stetten am kalten Markt gelandet. Aktuell sichten wir das Material und werden dieses so schnell wie möglich veröffentlichen.

Unter dem folgenden Link könnt Ihr euch nochmal das Video vom Start des Ballons anschauen: https://youtu.be/Lb_xW5nayRo

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Wachsende Erinnerung – der Irma-West-Hain wächst

Infotafel eingeweiht / 4 neue Winterlinden gepflanzt

“Wachsende Erinnerung” – mit diesem Motto ist die neue Informationstafel zum Irma-West-Hain am Martinsberg überschrieben. Am Freitag wurde sie im Rahmen der Baumpflanzung im Irma-West-Hain eingeweiht. Das alljährliche fröhliche Spektakel mit den stets motivierten und gut gelaunten Werkrealschülern, die pflanzen und werkeln und mit einer roten

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Jahreshauptversammlung der Irma-West-Gemeinschaft

Erfolgreich und ganz im Zeichen des geplanten Stratosphärenfluges verlief die Jahreshauptversammlung der Irma-West-Gemeinschaft e.V., die am Montag dieser Woche im Gasthaus "Löwen" in Boll stattfand. Neben der Vorstandschaft und weiteren Vereinsmitgliedern konnte der Vorsitzende Franz Ermantraut auch die Erste Beigeordnete Dorothee Müllges sowie deren Vorvorgänger Klaus Conzelmann begrüßen.

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